Wir fordern die Umbenennung der Karl-Peters-Straße! Dazu stellen wir Infos bereit, möchten so die Diskussion anregen und einen regen Austausch ermöglichen. Wir freuen uns, wenn Sie sich gern näher mit dem Thema beschäftigen möchten!
Wir freuen uns, mit den Stadtrundgängen zum Thema „Koloniale Spuren in Bielefeld“ auf der Karte des Critical History Tours Project verzeichnet zu sein!
Wir gratulieren Berlin postkolonial zur Umbenennung der Petersallee!
> zur Pressemitteilung von Berlin postkolonial
> weitere Einordnung in der taz
Veranstaltungen im Rahmen der Bielefelder Aktionswochen gegen Rassismus:

Vortrag: Völkerschauen in Bielefeld. Zur Wahrnehmung des Fremden
Dienstag, 10. März 2026, 18:00–19:30 Uhr, Welthaus Bielefeld, August-Bebel-Straße 62, 33602 Bielefeld (Weltraum, 1. OG)
Vom deutschen Kaiserreich bis in die 1930er Jahre waren sogenannte Völkerschauen gutbesuchte Volksvergnügungen. Auch in Bielefeld traten Menschen, die als „exotisch“ angesehen wurden, bei Musik- und Tanzveranstaltungen und im Zirkus auf. Mit diesen Spektakeln wurden Stereotype gefestigt, die bis heute nachwirken. Dies thematisiert der Vortrag und lädt im Anschluss zur Diskussion ein.
Referentin: Dr. Barbara Frey, Bielefeld postkolonial
Stadtführung: Koloniale Spuren in Bielefeld
Donnerstag, 16. April 2026, 17:00–19:00 Uhr, Altes Rathaus, Niederwall 27, 33602 Bielefeld
Auch Bielefeld hat eine koloniale Vergangenheit: Kaufleute handelten z. B. schon vor Beginn der deutschen Kolonialzeit in Übersee.

Andere zogen als Siedler, Missionare oder Soldaten in die deutschen Kolonien. Die Stadtführung lädt ein, sich mit dem Kolonialismus als Teil der Stadtgeschichte kritisch auseinander zu setzen und schlägt einen Bogen zu kolonialen Kontinuitäten.
Anmeldung unter bi-postkolonial@welthaus.de (begrenzte Teilnehmendenzahl).
Referentin: Dr. Barbara Frey, Bielefeld postkolonial
Treffpunkt: Altes Rathaus, Niederwall 27, 33602 Bielefeld

Kinoabend mit anschließendem Gespräch: Das leere Grab
Montag, 27. April 2026, 18:00–20:30 Uhr, Lichtwerk Bielefeld, Ravensberger Park 7, 33607 Bielefeld
Der mehrfach preisgekrönte Dokumentarfilm „Das leere Grab“ begleitet zwei Familien aus Tansania auf der Suche nach ihren Vorfahren.
Ihre Spurensuche führt sie nach Deutschland, wo noch immer Zehntausende menschliche Gebeine aus den ehemaligen deutschen Kolonien lagern. Sie wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts geraubt – teils zu Forschungszwecken, teils als Trophäen. In ihrem Film erzählt das deutsch-tansanische Regieduo Agnes Lisa Wegner und Cece Mlay von den Traumata, die die deutsche Kolonialherrschaft in tansanischen Communitys bis heute hinterlassen hat – und von der Stärke und Selbstermächtigung der Hinterbliebenen, die sich hartnäckig für vollständige Aufklärung einsetzen.
Im Anschluss an die Filmvorführung findet ein Gespräch mit Katja Keul, Vertreter*innen von bielefeld postkolonial und Decolonize Bielefeld und den Kinobesuchenden zum Umgang mit der deutschen Kolonialvergangenheit und ihren Kontinuitäten statt.
Im Film trifft die tansanische Delegation auch auf die ehemalige Bundestagsabgeordnete Katja Keul, die zur Drehzeit des Films Staatsministerin im Auswärtigen Amt war und sich mit der Aufarbeitung kolonialen Unrechtsbeschäftigt hat. Zudem hat sie auch einen familiären Bezug zum Thema: Sie ist eine Urgroßnichte von Karl Peters, der sich 1884 mit Betrug und Gewalt Gebiete im heutigen Tansania aneignete, die von der damaligen Reichsregierung als Kolonie „Deutsch-Ostafrika“ übernommen wurden.
Perspektivwechsel-Wanderung: Von Karl Peters zu Fatuma Elisabeth
Möchten Sie mehr über unser Projekt und die Diskussion einer Umbenennung der Karl-Peters-Straße erfahren? Bei unserer Wanderung (ca. 4 km) mit Bündnismitgliedern regen wir zur aktiven Beschäftigung mit dem Handeln des Kolonialverbrechers Karl Peters an, diskutieren mit Ihnen Vor- und Nachteile einer Straßenumbenennung bzw -umwidmung und stellen unseren Vorschlag für den künftigen Straßennamen vor.
So bringen wir die Gedanken in Bewegung und laden Sie zum Perspektivwechsel bei der Benennung von Straßennamen ein: Von der Ehrung von Tätern der deutschen Kolonialgeschichte hin zur Würdigung von Personen, die vom Kolonialismus betroffen waren.
für Gruppen ab 8 Personen (Schulklassen, Studierende, betriebliche Bildungsveranstaltung etc.)
Dauer: ca. 2,5 Std.
Treffpunkt: Straßenecke Karl-Peters-/Amundsenstraße, Bielefeld-Stieghorst
Endpunkt: Alter Zionsfriedhof, Bielefeld-Bethel
Kosten: Wir bitten um Spenden für die Aufwendungen der Wanderung. Hierzu stimmen wir uns nach Ihrer Anfrage ab.
Terminanfrage unter: bi-postkolonial@welthaus.de
Vergangene Veranstaltungen:
Stadtführung: Koloniale Spuren in Bielefeld
Donnerstag, 10. April 2025, 17:00–19:00 Uhr, Treffpunkt: Altes Rathaus, Niederwall 27, 33602 Bielefeld
und
Donnerstag, 22. Mai 2025, 17:00–19:00 Uhr, Treffpunkt: Altes Rathaus, Niederwall 27, 33602 Bielefeld
Auch Bielefeld hat eine koloniale Vergangenheit: Kaufleute handelten schon vor Beginn der Kolonialzeit in Übersee. Andere zogen als Siedler, Missionare oder Soldaten in die deutschen Kolonien. Die Stadtführung lädt ein, sich mit Kolonialismus als Teil der Bielefelder Geschichte kritisch auseinanderzusetzen und schlägt einen Bogen zu kolonialen Kontinuitäten heute.
Begleitet wird der Rundgang von Dr. Barbara Frey
Anmeldung unter bi-postkolonial@welthaus.de ist erforderlich
Eintritt: kostenlos, um eine Spende wird gebeten

Koloniale Kontinuitäten überwinden
Veranstaltungsreihe in Westfalen-Lippe zu unserer kolonialen Vergangenheit und was wir heute daraus lernen können
18.04.–01.10.2024 in Bielefeld
Flyer der Veranstaltungsreihe

Kino_mit_Gästen: Der vermessene Mensch
Berlin, Ende des 19. Jahrhunderts. Alexander Hoffmann (Leonard Scheicher) ist ein ehrgeiziger Ethnologie-Doktorand an der Friedrich-Wilhelms-Universität. Als im Zuge der „Deutschen Kolonial-Ausstellung“ eine Delegation von Herero und Nama aus „Deutsch-Südwestafrika“ nach Berlin reist, lernt Hoffmann die Dolmetscherin der Gruppe, Kezia Kambazembi (Girley Charlene Jazama), kennen. Hoffmann entwickelt ein intensives Interesse an den Herero und Nama – und widerspricht nach den Begegnungen und Gesprächen mit ihnen der gängigen evolutionistischen Rassentheorie. Kurz darauf führt der Aufstand der Herero und Nama in der Kolonie „Deutsch-Südwestafrika“ zum Krieg mit den deutschen Besatzern. Hoffmann reist im Schutz der kaiserlichen Armee durch das Land und sammelt für das Berliner Völkerkundemuseum zurückgelassene Artefakte und Kunstgegenstände. In Wahrheit sucht er jedoch weiter nach Beweisen für seine These – und nach Kezia. Vor Ort erlebt Hoffmann mit, wie deutsche Soldaten mit unmenschlicher Härte den Vernichtungsbefehl ausführen. Doch auch der Ethnologe überschreitet moralische Grenzen, als er einwilligt, seinem Berliner Professor (Peter Simonischek), Schädel und Skelette von toten Herero zum Zwecke der Forschung zu schicken…
Deutschland 2021, R: Lars Kraume, D: Leonard Scheicher, Girley Charlene Jazama, Peter Simonischek u.a.
Im Anschluss an die Filmvorführung bieten Vertreter*innen von Bielefeld postkolonial und des Bündnisses Decolonize Bielefeld ein Gespräch über die im Film dargestellten Ereignisse an. Diese haben seinerzeit auch nach Bielefeld und in die Region OWL hineingewirkt. Die Initiativen setzen sich für die bewusste Auseinandersetzung mit der deutschen Kolonialgeschichte ein.
Donnerstag, 20. April 2023, 17 Uhr, Kamera Filmkunsttheater Bielefeld
Mittwochskino von Rhythmus Filmtheater und Partnerschaft für Demokratie, Schloß Holte-Stukenbrock
Nachbericht, 13. August 2023
Filmabend: 8. Mai 1945 – Europas vergessene Befreier
Seit 1945 herrschte in Europa weitestgehend Frieden. Bis Februar 2022 konnten sich die wenigsten Menschen einen Krieg in Europa vorstellen. Dass sich unsere Art zu leben, unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung nach 1945 durchsetzen konnte, verdanken wir nicht nur den damaligen Siegermächten. Rohstoffe und teils zwangsrekrutierte Soldaten aus den Kolonien leisteten auch einen wichtigen Beitrag zum Sieg über Nationalsozialismus und Faschismus. Diese unterschlagene Geschichte, die globale Ungleichheiten weiter vergrößerte, behandelt der Film „8. Mai 1945 – Unsere Geschichte zählt“, der von der Stadt Köln 2020 anlässlich des 75. Gedenktags an die Befreiung Europas initiiert und finanziert worden ist.
Veranstalter: Eine Welt Netz NRW, Volkshochschule Bielefeld, Welthaus Bielefeld, IBZ Friedenshaus, Decolonize Bielefeld
Ansprechpartner: Serge Palasie, Gerd Kurbjuhn, Dr. Lara Esther Bartels
Fr, 28. April 2023, 18 Uhr
Eintritt frei, um eine Spende wird gebeten
keine Anmeldung erforderlich
Im Rahmen der Bielefelder Aktionswochen gegen Rassismus
• NahDran – das Stadtmagazin aus Bielefeld hat über uns berichtet! Das Team war bei der „Generalprobe“ unserer Perspektivwechsel-Wanderung vor Ort. Die Sendung im Bürgerfunk steht online zum Nachhören bereit.
Zur Sendung über das Bündnis Decolonize Bielefeld vom 26.04.2022 – 52 Min.

Decolonize Bielefeld: „Karl Peters muss weg!“
Mittwoch, 06.04.2022, 18.00 – 19.30 Uhr, online
Im vergangenen Jahr trat das Bündnis Decolonize Bielefeld mit der Forderung an die Öffentlichkeit, eine Straße in Stieghorst, die seit sechs Jahrzehnten den Kolonialverbrecher Karl Peters ehrt, umzubenennen. 2008 war eine entsprechende Forderung abgelehnt worden, die Straße wurde lediglich umgewidmet.
Das Bündnis Decolonize Bielefeld fordert eine kritische Aufarbeitung der deutschen Kolonialzeit und möchte einen Perspektivwechsel einleiten. Deshalb schlägt das Bündnis vor, die Straße nach Fatuma Elisabeth zu benennen, einem Kind aus dem östlichen Afrika, das 1891 nach Bethel gebracht wurde und dort vier Jahre später starb.
Aber wer war eigentlich Karl Peters und warum sollte nach ihm keine Straße mehr benannt sein? Und wer war Fatuma Elisabeth?
In dieser Veranstaltung möchte das Bündnis die Dekolonialisierung von Straßennamen diskutieren und sich mit den Teilnehmer*innen über Handlungsmöglichkeiten austauschen.
Veranstalter: Bündnis Decolonize Bielefeld
Veranstaltungsort: Online via Zoom
Dies ist eine Veranstaltung im Rahmen der Bielefelder Aktionswochen gegen Rassismus, 2022. Weitere Informationen unter: https://interkulturelles-bielefeld.de/dee/aktionswochen-gegen-rassismus/